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 Betreff des Beitrags: Re: Hofball - die Zweite
BeitragVerfasst: Do 18 Aug, 2016 22:00 
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Registriert: Fr 06 Jan, 2006 21:29
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Leicht verspätet, denn heute war ein ereignisreicher Tag - aber noch im Zeitfenster:

Vor genau 186 Jahren wurde zu Schönbrunn Erzherzog Franz geboren. Er sollte mit 18 Jahren den Thron besteigen, und für 68 weitere Jahre regieren - kein Habsburger zuvor hatte eine so lange Amtszeit erleben dürfen.

Wie würde er wohl über die heutige Welt denken? Nicht nur über die aktuellen Krisen, sondern auch über die politische Mitbestimmung breiter Bevölkerungsschichten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hofball - die Zweite
BeitragVerfasst: Fr 26 Aug, 2016 19:01 

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Man hat nach über 300 Jahren vermutlich die Leiche von Philipp Christoph Graf von Königsmarck unter dem Landtag in Hannover gefunden.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... af230.html

Er führte eine Liebesbeziehung mit Sophie Dorothea, Herzogin von Braunschweig und Lüneburg der Ehefrau von König Georg I. Ludwig von Großbritannien. Als die Affaire aufflog wollten die beiden fliehen. Allerdings bemerkte dies die Mätresse von Ernst August von Braunschweig-Calenberg. In der Nacht zum 11. Juli 1694 verschwand Graf Philipp spurlos. Sophie Dorothea wurde daraufhin nach Schloss Ahlden ins Sibirien des Nordens verbannt.

Ihre Mutter hoffte zeitlebens das ihre Tochter wieder frei kam.

Ein ähnliches Schicksal wie die arme Dorothea teilte ihre Großmutter. Diese wurde auf Schloss Celle verband.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hofball - die Zweite
BeitragVerfasst: Mi 31 Aug, 2016 9:28 
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Registriert: Fr 06 Jan, 2006 21:29
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In Großbritannien läuft derzeit mit großem Erfolg eine neue TV-Miniserie über die Königin, die einem ganzen Zeitalter ihren Stempel aufdrückte: "Victoria". Trotz weniger Unregelmäßigkeiten wäre es sehr zu begrüßen, wenn die Serie es möglichst bald ins deutschsprachige TV schaffen würde.

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BeitragVerfasst: Sa 10 Sep, 2016 10:30 
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Guten Morgen, Ihr Lieben:

Das heutige Tagesdatum lässt einen erschaudern, denn vor 118 Jahren starb Kaiserin Elisabeth durch die Hand eines Mörders. Auch der 10.09.1898 war ein Samstag! Ausgerechnet die Monarchin, die dem Adel kritisch gegenüber stand, im Grunde republikanisch dachte, und das Selbstbestimmungsrecht der Völker bejahte, starb durch einen Anarchisten. Eine Unschuldigere hätte Lucheni kaum treffen können. Die Habsburger Monarchie erschütterte die Tat in ihren Grundfesten - auch wenn die Thronfolge formell gesichert war.

Durch ihren Tod wurde Elisabeth fortan zum Mythos, der auch im 21. Jahrhundert unvermindert anhält.

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Titelseite der Zeitung "The Call", San Francisco, 11.09.1898

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 Betreff des Beitrags: Re: Hofball - die Zweite
BeitragVerfasst: Sa 10 Sep, 2016 16:36 

Registriert: Sa 23 Mai, 2015 20:29
Beiträge: 85
Ruhe in Frieden Elisabeth

Ich hoffe dort wo sie nunmehr schon seit 118 Jahren ist hat sie die Freiheit und das Glück gefunden das sie auf Erden so sehr gesucht und vermisst hat

Wie gedenkt ihr Elisabeth an diesem Tag also ich les immer eins ihrer Gedichte und zünde ihr eine Kerze an


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 Betreff des Beitrags: Re: Hofball - die Zweite
BeitragVerfasst: Sa 10 Sep, 2016 19:38 
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 Betreff des Beitrags: Re: Hofball - die Zweite
BeitragVerfasst: Mo 12 Sep, 2016 8:33 
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FranziS&F hat geschrieben:
Wie gedenkt ihr Elisabeth an diesem Tag also ich les immer eins ihrer Gedichte und zünde ihr eine Kerze an

Also bei mir ist es so, dass mir beim Aufstehen an so einem wesentlichen Datum immer etwas zu Elisabeth durch den Kopf geht. Einen Teil meiner Gedanken habe ich weiter oben geäußert - hinzu käme noch, dass Lucheni mit seiner abscheulichen Tat der eigenen Sache (sofern es sie denn gab) einen Bärendienst erwiesen hat.

Denn mit dem Tod der liberal denkenden Herrscherin bekamen die "Falken" (d.h. die Kriegspartei, ihr gehörte z.B. Conrad v. Hötzendorf an) unter den Beratern Franz Josephs zweifellos Oberwasser, und es waren in Zukunft mehr Repressalien zu erwarten. Vergleiche dazu die militärisch motivierte Annexion von Bosnien-Herzegowina 1908. M.E. leistete Lucheni damit sogar der Entstehung des 1. WK Vorschub. Grund: Nach dem Tod Rudolfs war dies eine weitere schwere Destabilisierung des Habsburger Reiches.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hofball - die Zweite
BeitragVerfasst: Di 04 Okt, 2016 22:23 

Registriert: Do 26 Okt, 2006 17:11
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Tattisa hat geschrieben:
Man hat nach über 300 Jahren vermutlich die Leiche von Philipp Christoph Graf von Königsmarck unter dem Landtag in Hannover gefunden.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... af230.html

Er führte eine Liebesbeziehung mit Sophie Dorothea, Herzogin von Braunschweig und Lüneburg der Ehefrau von König Georg I. Ludwig von Großbritannien. Als die Affaire aufflog wollten die beiden fliehen. Allerdings bemerkte dies die Mätresse von Ernst August von Braunschweig-Calenberg. In der Nacht zum 11. Juli 1694 verschwand Graf Philipp spurlos. Sophie Dorothea wurde daraufhin nach Schloss Ahlden ins Sibirien des Nordens verbannt.

Ihre Mutter hoffte zeitlebens das ihre Tochter wieder frei kam.

Ein ähnliches Schicksal wie die arme Dorothea teilte ihre Großmutter. Diese wurde auf Schloss Celle verband.


Das ist irgendwie schön, erleichternd, weil man nun sicher weiß, was aus dem armen Grafen geworden ist.

Sophie Dorotheas Großnichte Caroline Mathilde (oder wie immer, die mit ihr verwandt gewesen ist, weitläufig bestimmt über Georg I. , Georg II. und Georg III. /Bruder von Caroline Mathilde), ist auch, nach einer Affäre mit dem Leibarzt nach Celle verbannt worden und tragischerweise nur knapp 23 Jahren jung geworden.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. ;)

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Zitate von Kaiser Franz Joseph: "Mir bleibt doch nichts erspart." - "Sie wissen nicht, wie sehr ich diese Frau geliebt habe."


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 Betreff des Beitrags: Re: Hofball - die Zweite
BeitragVerfasst: Do 13 Okt, 2016 14:10 
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Es waren eben noch despotische, mittelalterlich anmutende Zeiten im Barock. Wie gefährlich, ja machtbesessen solche Mätressen waren, zeigt der Fall der Marquise de Montespan.

Interessant sind auch bekannte Zitate des "Sonnenkönigs". Die Haltung Ludwigs XIV. zu Frauen muss man nicht teilen, doch andere Aussagen des Königs von Frankreich sind so aktuell wie vor 300 Jahren. Bei der Einigung Europas gibt es nichts hinzuzufügen - und seine Aussage zu Über- und Unterordnung in der Gesellschaft bedeutet auch, dass es sich manche Gemüter mit einer "starken Hand" an der Staatsspitze zu einfach machen. Dies könnten sich heutige Schreihälse von AfD, Pegida & Co. gleich mal hinter die Ohren schreiben. Und das von dem Herrscher des Absolutismus überhaupt. Bemerkenswert!

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 Betreff des Beitrags: Re: Hofball - die Zweite
BeitragVerfasst: Fr 28 Okt, 2016 13:47 

Registriert: Do 26 Okt, 2006 17:11
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Ganz Europa unter einen Hut zu bringen, hat noch nie wirklich funktioniert. Weder unter den Adeligen, noch dieser Tage, dazu sind die Interessen der jeweiligen Staaten zu unterschiedlich.

Ludwig XIV. interessant, was er über die Frauen gesagt hat. ;) Seine Mutter scheint sehr dominant gewesen zu sein, seine Frau hingegen weniger.

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