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BeitragVerfasst: Do 21 Dez, 2006 9:43 
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Registriert: Fr 06 Jan, 2006 21:29
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@ Sissi5189:

Schön, nach längerer Zeit wieder etwas von Dir zu hören!
Ja, die politischen Aktivitäten Rudolfs sollen in der deutschen Fassung weitgehend unberücksichtigt bleiben, obwohl das sicher einer der interessantesten Punkte in Rudolfs Geschichte überhaupt ist. Interessant auch die Begründung der ARD, hier vieles zu kürzen, da die Originalversion zu sehr auf österreichische Verhältnisse zugeschnitten wäre. Dort hat man anscheinend ja kein sehr hohes Vertrauen in das Verständnis der Zuschauer.:(

Viele Grüße, Vindobona.

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Rote Husaren die reiten, die reiten niemals, niemals Schritt. Herzliebes Mädchen, Du kannst nicht mit. (Hermann Löns)
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BeitragVerfasst: Do 21 Dez, 2006 19:00 
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Registriert: Mo 20 Nov, 2006 20:26
Beiträge: 5
Wohnort: Rostock
Also ich find auch, dass Sandra Ceccarelli ziemlich verbittert aussieht. Aber ist in so einer Szene vielleicht ja nicht wirklich eine "falsche" Umsetzung von Elisabeths Gefühlen.
Claus Maria Brandauer ist doch schon mal sehr vielversprechend, der ist doch ein phantastischer Schauspieler...


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BeitragVerfasst: Fr 29 Dez, 2006 23:20 
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Registriert: Fr 06 Jan, 2006 21:29
Beiträge: 3393
Wohnort: Köln
@all:

Wie ich vermute, haben die meisten von Euch heute abend sicher "Rudolf" gesehen.
Nun, da die Erinnerung noch frisch ist, würde ich gern einmal in die Runde fragen, wie er Euch gefallen hat. :)

Mir ist folgendes aufgefallen:
Die Darstellung des Kronprinzen durch Max von Thun wirkt gelungen und authentisch. Seine nachdenklichen und melancholischen Charakterzüge werden dem Zuschauer deutlich vermittelt. An Ausstattung wurde nicht gespart - wunderbare Drehorte, Einrichtungen, Kutschen und Kostüme - speziell die der Damen.

Die Kaiserin Elisabeth fand ich allerdings schon sehr bleich aussehend und verhärmt. Wie nicht anders zu erwarten, macht sich das Fehlen der "inoffiziellen" Aktivitäten Rudolfs doch sehr bemerkbar. Die deutsche Fassung ist doch sehr auf ein Liebesdrama reduziert. Zudem wird die Zeit bis zur Hochzeit sehr gestrafft und man vermisst die Ereignisse aus Rudolfs frühen Jahren. Zudem gibt es viele Zeitverschiebungen und Rückblenden, die ein Verfolgen der Zeitabläufe nicht einfach machen, sofern man nicht über Vorkenntnisse verfügt.

Schliesslich stimmen einige Ereignisse zeitlich auch nicht überein, so z.B. erscheint Rudolf vor seinem Vater mit Entwürfen für das Kronprinzenwerk, während in Berlin der neue Kaiser Wilhelm II. den Thron besteigt - also 1888, dem "Dreikaiserjahr". Tatsächlich wurde aber bereits 1885 mit der Veröffentlichung des besagten Werkes begonnen.

Wie waren Eure Eindrücke?

Gruß, Vindobona.

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BeitragVerfasst: Sa 30 Dez, 2006 0:01 

Registriert: Di 07 Feb, 2006 13:12
Beiträge: 657
Wohnort: Wellen b. Magdeburg
@vindobona: ich war nicht begeistert.von den schauspielerischen qualitäten max von thuns bin ich nicht eben überzeugt.
insgesamt fand ich, dass die darstellung der ereignisse recht oberflächlich. die kürzung des "politischen" teils bekommt dem film nicht. der vater - sohn -konflikt wurde nicht ausreichend beleuchtet, der mutter- sohn- konflikt gleich komplett unter den tisch fallen gelassen.
hinzu kommt, die von vindobona bereits angesprochene hstorische ungenauigkeit, die in einem betont romantisierten werk wie den marischka filmen angehen mag, in einem sich als ernsthaft verstehendem film wie "kronprinz rudolfs letzte liebe" aber vollkommen fehl am platze sind .
In einem derart bemühten machwerk, helfen auch die besten kostüme nicht weiter.
ich bin neugierig, ob mich dieungekürzte fassung stärker ansprechen würde.

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BeitragVerfasst: Sa 30 Dez, 2006 15:27 

Registriert: So 14 Mai, 2006 11:06
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Wohnort: Nürnberg
Ich habe den Film auch gesehen und mir hat er nicht sonderlich gut gefallen. Wobei ich im Gegensatz zu anderen Meinungen die Besetzung der alternden Elisabeth gelungen und so ziemlich die beste im ganzen Film fand. Die wenigsten anderen fand ich auch nur annähernd passend (Mary Vetsera, Mizzi Caspar, Stephanie von Belgien, Marie Larisch...). Mir ist aufgefallen (ja, ich bin pingelig *schäm*), dass der Darsteller des Franz Josephs viel zu rundlich war, um dem historschen Kaiser ähnlich zu sehen, der doch immer schlank und im fortgeschrittenen Alter sogar etwas schmächtig war.

Kostüme, Aufnahmen etc. fand ich geglückt, umso mehr finde ich es schade, dass man nicht die Chance genutzt hat, mit diesen Vorraussetzungen einen ernsten Film über Rudolf zu drehen, d.h. den ganzen Kitsch um seine Liebesffären zu vernachlässigen, um die wahren Leidenschaften seines Lebens zu betonen: Die liberale Politik, die Schriftstellerei und auch die Biologie/Ornithologie. Meines Wissens haben Naturwissenschaften eine enorme Rolle für den Kronprinzen gespielt, waren auch für einen Mann seines Standes kein gewöhnliches Interessensgebiet, und dennoch wurden sie in dieser Verfilmung kaum erwähnt. (Vielleicht geht die lange Version der Filme genauer darauf ein.)

Der Film überrascht ja mit erstaunlich historisch korrekten Details (das Tatoo auf Elisabeths Schulter, die Verabschiedung Rudolfs von Stephanie, ehe er nach Mayerling aufbrach...), andererseits waren auch wieder riesige Patzer drin. Z. B. hat mich gestört, dass es so dargestellt worden ist, als habe Mary Vetsera 2 Tage in Mayerling verbracht, bevor sie überhaupt von Rudolgs konkreten Selbstmordabsichten erfuhr. Überhaupt, die Darstellung von Rudolfs Liebe zu Mary, die es so gewiss nicht gab, fand ich doch sehr kitschig und überladen.

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"Unsere Träume sind immer schöner wenn wir sie nicht verwirklichen."
Kaiserin Elisabeth
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BeitragVerfasst: Mo 01 Jan, 2007 11:18 

Registriert: Mi 19 Apr, 2006 8:45
Beiträge: 42
Wohnort: Flörsheim-Dalsheim
Also ich hab den Film auch gesehen, muss aber leider sagen das er mir nicht besonders gefallen hat, da einfach zu viel rausgeschnitten worden ist :twisted: !
Aber Max von Thun hat den Kronprinzen sehr gut gespielt, durch den Film bemerkte jetzt mal richtig wie ungeliebt Rudolf von seinem Vater war.Man merkte aber auch das er sich wie seine Mutter gegen die Etikette sträubte!
ICh würde nun gern aber mal die Version sehen die in Österreich lief!

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Doch was ist mir die Frühlingswonne
Hier in dem fernen, fremden Land?
Ich sehn mich nach der Heimat Sonne,
Ich sehn mich nach der Isar Strand!


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BeitragVerfasst: Do 04 Jan, 2007 17:01 

Registriert: Mi 03 Jan, 2007 17:07
Beiträge: 71
Hallo,

ich muß auch sagen der Film hat mir überhaupt nicht gefallen. Die Darsteller waren gut.

Aber das Geschnippsele da habe ich mich sehr geärgert. Hätten sie lieber 2- 3 Teile drauß gemacht wäre er besser geweswn.

Das Geld war nur Verschwendung.

Die gingen von einem Thema ins andere. Das ging mir alles zu schnell.


Gruß Blume


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BeitragVerfasst: Mo 24 Sep, 2007 22:15 
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Registriert: Fr 06 Jan, 2006 21:29
Beiträge: 3393
Wohnort: Köln
Hallo zusammen,

der hier so kontrovers diskutierte Film ist vom kommenden Donnerstag an in voller Länge auf DVD erhältlich. Mehr Infos finden sich z.B. unter:

http://www.cinefacts.de/dvd/db/details.php?id=36999

Grüße, Vindobona.

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BeitragVerfasst: Mi 03 Jul, 2013 19:00 
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Registriert: So 20 Mai, 2007 17:58
Beiträge: 214
Vindobona hat geschrieben:
@all:

Wie ich vermute, haben die meisten von Euch heute abend sicher "Rudolf" gesehen.
Nun, da die Erinnerung noch frisch ist, würde ich gern einmal in die Runde fragen, wie er Euch gefallen hat. :)

Mir ist folgendes aufgefallen:
Die Darstellung des Kronprinzen durch Max von Thun wirkt gelungen und authentisch. Seine nachdenklichen und melancholischen Charakterzüge werden dem Zuschauer deutlich vermittelt. An Ausstattung wurde nicht gespart - wunderbare Drehorte, Einrichtungen, Kutschen und Kostüme - speziell die der Damen.

Die Kaiserin Elisabeth fand ich allerdings schon sehr bleich aussehend und verhärmt. Wie nicht anders zu erwarten, macht sich das Fehlen der "inoffiziellen" Aktivitäten Rudolfs doch sehr bemerkbar. Die deutsche Fassung ist doch sehr auf ein Liebesdrama reduziert. Zudem wird die Zeit bis zur Hochzeit sehr gestrafft und man vermisst die Ereignisse aus Rudolfs frühen Jahren. Zudem gibt es viele Zeitverschiebungen und Rückblenden, die ein Verfolgen der Zeitabläufe nicht einfach machen, sofern man nicht über Vorkenntnisse verfügt.

Schliesslich stimmen einige Ereignisse zeitlich auch nicht überein, so z.B. erscheint Rudolf vor seinem Vater mit Entwürfen für das Kronprinzenwerk, während in Berlin der neue Kaiser Wilhelm II. den Thron besteigt - also 1888, dem "Dreikaiserjahr". Tatsächlich wurde aber bereits 1885 mit der Veröffentlichung des besagten Werkes begonnen.

Wie waren Eure Eindrücke?

Gruß, Vindobona.


Genau!!

Der Film kam neulich auf Bayern3, da hab ich ihn aufgenommen und bin grad noch dabei, ihn anzuschauen! Schon aufgrund der Länge, die in der TV-zeitung angegeben war, dachte ich mir, dass das ne gekürzte Fassung sein muss (wusste es aber bis dahin noch nicht wirklich!). Die lange Fassung, als Zweiteiler, hab ich shcon gesehen - die ist sehr gelungen und macht deutlich, was in Rudolfs Leben alles schief gelaufen ist und warum sich die Schlinge um ihn so zugezogen hat!! Aber anhand der gekürzten Fassung versteht ein Laie nicht, was mit dem Kronprinzen los war!! Die lange Fassung ist definitiv um Welten besser! (Wobei man meiner Meinung nach das ganze Theater mit dieser Sarah hätte weglassen können, das fand ich nicht so wichtig...)

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"Ich werde nie vergessen, wie glücklich du mich in jeder Minute gemacht hast" -Franz Joseph-


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BeitragVerfasst: Fr 16 Aug, 2013 20:57 

Registriert: Mi 14 Aug, 2013 21:48
Beiträge: 10
Geschmäcker sind doch nun Mal verschieden. Zankt euch doch nicht-es muss doch jemand die Sissi spielen und es hätte noch schlimmer sein können. Gut die ausgewählten Klamotten gefallen mir auch nicht. Aber Mal sehen-es war ja nur ein kleines Stück zu sehen, vielleicht passt dann doch alles zusammen. ich bin sehr gespannt.


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