Magda Schneider als Herzogin Ludovika

Magda Schneider wurde am 17. Mai 1909 in Augsburg geboren. Nach der Schulzeit arbeitete sie als Stenotypistin, absolvierte eine Gesangsausbildung am Augsburger Konservatorium und nahm Ballettunterricht am Augsburger Stadttheater. Filmregisseur Ernst Marischka entdeckte ihr Talent und holte sie an das Theater an der Wien. Nach ihrem Filmdebüt in „Boykott” (1930), folgte zwei Jahre später ihre erste Hauptrolle in dem Film „Zwei Mann in einem Auto” (1932).

Ihren späteren Ehemann - den Schauspieler und Frauenschwarm Wolf Albach- Retty - lernte sie 1933 bei Dreharbeiten zu dem Film „Kind, ich freu mich auf Dein Kommen” kennen. Das Paar drehte insgesamt acht gemeinsame Filme. Aus der Ehe, die 1945 zerbrach, stammen Tochter Romy (23.9.1938) und Sohn Wolf-Dieter, der als Chirurg in Zürich tätig wurde. Magda Schneider heiratete1953 den Gastronomen Blatzheim, der 1968 verstarb. Sie war in insgesamt 40 Filmen zu sehen, 1953 erstmals an der Seite ihrer Tochter Romy in „Wenn der weiße Flieder wieder blüht”. Den größten Erfolg ihrer Filmkarriere feierte sie als liebevolle, warmherzige „Herzogin Ludovika” - ebenfalls an der Seite Romys - in der „Sissi”- Trilogie (1955 -1957).

Trotz ihrer großen Popularität zog sich Magda Schneider Anfang der 60er Jahre aus dem Filmgeschäft zurück und kümmerte sich fortan um die Karriere und das Management ihrer Tochter Romy. 1968/1969 machte sie lediglich für die Fernsehserien „Drei Frauen im Haus” und „Vier Frauen im Haus” eine Ausnahme und war noch einmal als Schauspielerin zu bewundern.

Für ihr künstlerisches Lebenswerk wurde Magda Schneider 1982 mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet. Mit ihrem Lebensgefährten Horst Fehlhaber, einem früheren Kameramann, lebte die begeisterte Hobbymalerin in ihren letzten Lebensjahren zurückgezogen in ihrem Landhaus „Mariengrund” in Schönau bei Berchtesgaden. Dort verstarb Magda Schneider am 30. Juli 1996 im Alter von 87 Jahren.