Gustav Knuth als Herzog Max in Bayern

Nach Abbruch einer Schlosserlehre besuchte der am 7. Juli 1901 in Braunschweig geborene Gustav Knuth eine Schauspielschule in Paris und debütierte 1918 am Staatstheater Hildesheim.

Von 1922 bis 1949 eroberte er die Bühnen in Hamburg und Basel, spielte unter Gründgens am Berliner Staatstheater und begeisterte die Zuschauer in Zürich u.a. als Wissenschaftler "Beutlers" in Dürrenmatts "Die Physiker." Zwischen 1935 - seinem Filmdebüt in "Der Ammenkönig" - und 1981 wirkte Gustav Knuth in über 100 Film- und Fernsehproduktionen mit, u.a. als Fischer in "Das Mädchen von Fanö" (1941) oder als schüchterner Matrose in "Große Freiheit Nr. 7" (1946) neben Hans Albers.

Den großen Durchbruch schaffte Knuth aber erst in den 50er Jahren mit Kinofilmen wie "Keine Angst vor großen Tieren" (1953), "Ich denke oft an Piroschka" (1955) und den "Buddenbrooks" (1959). Als kauzig- poltriger "Herzog Max in Bayern" begeisterte er in der "Sissi"- Trilogie (1955 -1957) ein Millionenpublikum und erntete weltweite Anerkennung. In den 60er und 70er Jahren brillierte der humoristische Volksschauspieler auch als Serienstar in "Alle meine Tiere" (1962), "Salto Mortale" (1968) und "Der Eiserne Gustav" (1978).

Privat war Gustav Knuth mit der Schauspielerin Elisabeth Lennartz glücklich verheiratet, ihr gemeinsamer Sohn Klaus ergriff ebenfalls den Schauspielberuf. 1974 veröffentlichte Knuth seine Memoiren "Mit einem Lächeln im Knopfloch." Im gleichen Jahr wurde ihm für sein langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film das "Filmband in Gold" und ein Jahr später die "Goldene Kamera" verliehen. Am 1. Februar 1987 starb Gustav Knuth in der Schweiz an den Folgen eines Herzinfarkts.