Einen besonderen Reiz der "Sissi"-Trilogie machte neben den herausragenden Schauspielern und der prachtvollen Ausstattung sicherlich die Schönheit der Landschaft aus, in der Regisseur Ernst Marischka seine Liebesgeschichte spielen ließ. Als Drehorte wählte er die schönsten, traditionsreichsten und romantischsten Orte "von den bayrischen Seen bis Bad Ischl, von der Wachau über die Donau bis in die Stadt Wien" (Original Sissi-Filmtrailer von 1955).
Da Marischka die historische Heimat Elisabeths, das elterliche Schloss Possenhofen, als Drehort nicht idyllisch und märchenhaft genug war, wich er in die Nähe Salzburgs aus, wo er für die Innen- und Außenaufnahmen eine ideale Filmkulisse gefunden hatte: Kurzerhand wurde das 1450 von Salzburger Erzbischöfen als Jagdschloss erbaute Schloss Fuschl die neue filmische Heimat der bayrischen Prinzessin Sissi, während der Fuschlsee den berühmten und viel größeren Starnberger See "doubelte".
1958 wurde das berühmte Film-Schloss in ein luxuriöses Hotel umgebaut, das bis heute "Sissi"-Fans aus aller Welt auf den Spuren ihres Idols wandeln lässt. Die "wahre" Kaiserin Elisabeth hatte Fuschl einst 1867 auf dem Weg von Bad Ischl nach Salzburg mit der Kutsche passiert, um gemeinsam mit ihrem Gatten den französischen Kaiser Napoleon zu treffen. Angeblich hatte Elisabeth zuvor eine romantische Zusammenkunft mit Graf Andrássy, die nicht ohne Folgen geblieben sein soll - böse Zungen behaupteten damals sogar, Elisabeth erwarte ein Kind von ihrem ungarischen Herzensfreund...